Wahlempehlung?!

 

Aktuelles zur Stichwahl am Sonntag

Herr Dr. Nitzsche (FDP) hatte meine Fragen vom 18.4.18 bis Freitagmittag nicht beantwortet, sodass ich nur die Antworten von Herrn Dr. Schröter (SPD) hier wiedergeben kann. Die Nichtbeantwortung der Fragen durch Herrn Dr. Nitzsche finde ich äußerst bedauerlich, da so nur schwer ein Vergleich möglich ist. Eine Wertung dessen, möchte ich hier nicht vornehmen. Vor allem im Hinblick auf die Entwicklung des Gewerbegebietes Maua-West dürfte es aber keine nennenswerten Unterschiede zwischen den Kandidaten geben.

Eine volle Empfehlung kann ich nicht abgeben, jedoch gibt es meinerseits mehr Tendenzen zum Amtsinhaber Herrn Dr. Schröter.

Es wird wieder spannend am Sonntag. Bitte nutzt eure Chance und geht wählen.

 

  1. Wie schnell werden Sie eine Machbarkeitsstudie o.ä. zur Einführung
    einer S-Bahn-Strecke im Saaletal in die Wege bringen?

Auf der Saale-Bahn und der Mittel-Deutschland-Verbindung gibt es bereits einen dichten Regionalverkehr der Bahn, doch eine S-Bahn-Vertaktung (enger regelmäßiger Verkehr, Halt auf allen Unterwegsbahnhöfen) steht auf beiden Strecken aus. Das ist jedoch wichtig, damit mehr Menschen vom Auto auf die Bahn umsteigen. Ein S-Bahnverkehr wäre eine sinnvolle Ergänzung zum städtischen Nahverkehr entlang der Saale-Bahn. Eine Machbarkeitsstudie werde ich möglichst zeitnah veranlassen.

 

  1. Wird es durch Sie eine Förderung der Wasserstoffmobilität, z.B. durch
    Errichtung einer H-Tankstelle, in Jena geben?

Seitens der Stadtentwicklung und der Stadtwerke wird derzeit der Ausbau der E-Mobilität stark favorisiert. Ob eine Förderung der Wasserstoffmobilität und damit eine zusätzliche Technologieoffenheit in Sachen Nachhaltigkeit ergänzt werden soll, muss in den Fachgremien beraten und entschieden werden. Hier gilt es, Kosten und Nutzen gut abzuwägen.

 

  1. Die Pflege der Grünanlagen, vor allem in den ländlichen Ortsteilen,
    ist seit Jahren umstritten. Wie wollen Sie diese Situationen in der kommenden Zeit verbessern? Soll zur Flächenunterhaltung dem KSJ mehr Personal zur Verfügung gestellt werden und wie stehen Sie zur Entwicklung eines neuen Pflegekonzeptes?

Derzeit wird das Grünflächenkonzept des Kommunalservice überarbeitet, was in meinen Augen wichtig und notwendig ist. Der Wunsch aus den ländlich geprägten Ortsteilen nach einer verbesserten Pflege der öffentlichen Grünanlagen über die bisherige zweimalige Pflichtmaat durch den KSJ hinaus ist nachvollziehbar. Die Bereitschaft seitens der Ortsteile, durch freiwillige Arbeit von Bürgerinnen und Bürgern einen eigenen Teil beizutragen, begrüße ich sehr.

Die arbeits- und versicherungsrechtlichen Hürden sind hier allerdings sehr hoch. Seitens der Verwaltung suchen wir derzeit noch einen gangbaren Weg, durch eine finanzielle Unterstützung der Stadt die freiwillige Arbeit zu fördern. Wenn das nicht gelingt, müssen beim KSJ mehr Mitarbeiter für die Grünanlagenpflege beschäftigt werden.

 

  1. Welches Radverkehrsprojekt wollen Sie kurzfristig (noch in diesem
    Jahr) verwirklichen?

Eine wichtige Maßnahme in diesem Jahr ist der Erhalt und der Ausbau der Radwegeverbindung zwischen Winzerla bis zum Knotenpunkt Ammerbacher Straße.

Ein sehr, sehr wichtiges neues Radverkehrsprojekt in naher Zukunft ist der neue Radweg vom Westbahnhof zur Kahlaischen Straße entlang der Bahngleise. Dieser wird im Zusammenhang mit der Großinvestition des ZEISS-Innovationscampus auf dem jetzigen Schott-Gelände gebaut.

 

  1. Wie wollen Sie die Mitbestimmung von Ortsteilräten /
    Ortsteilbürgermeistern stärken?

Die Einbeziehung der Ortsteilräte über das gesetzlich Vorgeschriebene hinaus ist in Jena gelebte Normalität. Insbesondere die Beteiligung bei Stadtentwicklungs- und Baumaßnahmen möchte ich hier hervorheben. Hinzu kommen meine regelmäßigen Zusammenkünfte mit den Ortsteilbürgermeistern mindestens zweimal im Jahr, bei denen mit vielen Vertretern der Verwaltung aktuelle Themen besprochen werden. Das Zuhören, was die Ortsteile bewegt, ist hier mein vorrangiges Anliegen. Gerne bin ich auch vor Ort, was bei 30 Ortsteilen zeitlich nicht immer einfach ist.

Ich möchte, dass das, was gesetzlich möglich und bei uns gängige Praxis ist, noch mehr mit Leben gefüllt wird. Denn so können die Ortsteilräte weiterhin ein unterstützendes Bindeglied zwischen Bürgerinnen und Bürgern und der Verwaltung sein.

 

  1. Und zu guter Letzt ein Blick nach Maua. Wie stellen Sie sich die Zukunft der Fläche „Auf dem Sande“ vor? Falls Sie die Gewerbeentwicklung weiter verfolgen wollen, in welchem Zeitraum möchten Sie dies umsetzen?

Jena wächst stark – erfreulicher Weise. Wohnbau- und Gewerbeflächen sind rar. Auch wenn ich zuversichtlich bin, dass mit dem neuen Flächennutzungsplan und Kooperationen mit dem Umland neue Flächen hinzukommen, so bleibt es wichtig, dass auch jetzige Potenzialflächen erschlossen werden. Die Fläche „Auf dem Sande“ gehört dazu. Ich möchte mit den Bürgerinnen und Bürgern von Maua gemeinsam eine Lösung finden, die auch ihre Interessen berücksichtigt.