fragen des ADFC

Fragen des ADFC Kreisverbandes Jena an die Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl am 15.4.2018

Welche Maßnahmen im Verkehrsbereich der Stadt würden Sie vorrangig in die Wege leiten? (max. 5 Punkte)

  1. Schaffung von kostenfreien P+R / Pendler – Parkplätzen um möglichst viele Autos aus dem Stadtgebiet heraus zu halten
  2. Schaffung einer Wasserstofftankstelle – für abgasfreien Nahverkehr
  3. Attraktivitätssteigerung des Nahverkehrs durch engere Taktung ( vor allem auch in den Nebenzeiten )
  4. Optimierung der Ampelschaltungen ( Nebenzeiten-Aus, Grüne-Welle, bessere Abstimmung)
  5. Entfernung von Hindernissen wie Pollern und Drängelgittern, dafür Schaffung von mehr Radabstellanlagen

Die Jenaer Einwohner nehmen im bundesdeutschen Vergleich seit vielen Jahren recht ressourcenschonend am Verkehr teil, unter sehr starker Nutzung der eigenen Beine. (Zirka-Anteile der Verkehrsteilnahme im Jahresdurchschnitt: 40% als Fußgänger, 35% im Privat-Kfz, 15% im Öffentlichen Verkehr, 10% als Radfahrer.) Streben Sie eine Änderung dieser Anteile an? Wenn ja, in welche Richtung?

Ja ich strebe eine Veränderung dieser Anteile an – zu Gunsten des Umweltverbundes.

Seit 2015 gibt es einen Radverkehrsbeirat der Stadt Jena (Nachfolger der bereits 1995 gegründeten AG Radverkehr). Welche Stellung sollte dieser zukünftig haben und welche Arbeitsschwerpunkte sich setzen?

Seit mehreren Jahren bin ich selbst aktiv in diesem Gremium beteilig. Ich finde dieses sehr wichtig und es sollte auch eigenständig in der Zukunft weiter existieren. Die Arbeit sollte wie bisher fortgesetzt werden.

Was bewerten Sie am Fahrradverkehr in Jena besonders positiv und negativ? Was schlagen Sie vor, um die negativen Umstände zu ändern?

Es gibt schon gute Ansätze und auch gute Ausbauzustände wie der Neubau entlang der Camburger Straße oder Richtung Isserstedt, jedoch ist noch viel zu unternehmen, um das Radfahren auch für ungeübtere Personen attraktiv zu gestalten. Seitens der Verwaltung sollten Anregungen aus dem Beirat schneller umgesetzt werden. Es kann nicht sein, dass dieser auf die Umsetzung von Beschlüssen oder Hinweisen teils jahrelang warten muss.

Wie bewerten Sie die planerische Notwendigkeit und gegenwärtige praktische Handhabung, eine Durchfahrt für Radfahrer durch die Innenstadt (innerhalb des Grabenringes) zu gewährleisten?

Ich finde, dass ein geleiteter Durchfahrts-Radverkehr in der Innenstadt sinnvoller wäre, als ein – jeder wo er mag. Dies könnte auch Konflikte mit zu Fuß gehenden vermindern.

Für welches Radverkehrs-Projekt in Jena möchten Sie sich besonders engagieren?

Mein Projekt wäre quasi ein Doppelprojekt: Die Unterquerungen der Camsdorfer Brücke und der Stadtrodaer Straße. Dann könnte die gesamte Stadt ohne eine Ampel per Rad durchquert werden.