fragen der mediengruppe thüringen

Antworten zu den Fragen der Mediengruppe Thüringen

  1. Warum sollten die Wählerinnen und Wähler Ihnen ihre Stimme geben?

Ich bin parteilos und kann daher offen und lösungsorientiert an die anstehenden Themen herangehen. Als Jenenser und Ortsteilbürgermeister kenne ich die Stadt sowohl als junger Bürger, wie auch als Kommunalpolitiker. Mir kommt es oft so vor, als würden einige Politiker noch nicht erkannt haben, dass sich Zeiten ändern und nur versuchen an den bestehenden Situationen herumzudoktern, als neue Ideen und Visionen zuzulassen und bestenfalls auch zu fördern. All denen die dies auch so sehen, möchte ich mich als Alternative anbieten und bitten mich zu unterstützen, damit diese schöne Stadt noch besser gerüstet in die Zukunft gehen kann.

  1. Im Falle Ihrer Wahl: Was würden Sie in den ersten 100 Tagen als Sofortmaßnahmen umsetzen?

Gerade unter dem Aspekt, dass ich für eine nachhaltige Stadtentwicklung stehe, ist es schwierig schnell Sofortmaßnahmen umsetzen zu lassen. Im Regelfall bedarf es dazu leider immer etwas mehr Zeit. Es muss eine bessere Einbeziehung der Ortsteilbürgermeister in die Entscheidungen der Verwaltung geben. Zügig verwirklichen lassen sich mehr Fahrradabstellplätze in der Innenstadt und die Förderung der regionalen Landwirtschaft auf dem grünen Markt, durch Erlass oder Minderung der Standgebühren. Zum Träumen wäre sicherlich eine beschlussfähige Schwimmhallenplanung.

  1. Beschreiben Sie: Wie soll Jena im Jahr 2030 aussehen?

Jena ist zu einem Vorbild effektiver Stadtentwicklung geworden, welches das Umland mitgenommen hat, und mit viel Forschung und Wissenschaft dem Ruf der Lichtstadt gerecht wird. Eine digitale, aber auch grüne Stadt, mit einer engagierten Bevölkerung. Im Saaletal gibt es eine S-Bahn-Strecke über die Stadtgrenzen hinaus und der ÖPNV und Radverkehr ist so attraktiv gestaltet, dass viele Menschen gern auf ihr privates Kraftfahrzeug freiwillig verzichten. Die großen Baulücken in der Innenstadt sind geschlossen, es gibt eine reiche Kulturlandschaft und die Fußballer und Leichtathleten haben vernünftige Stadien.

  1. Was ist für Sie das drängendste Problem in dieser Stadt und wie wollen Sie es lösen?

Leider gibt es nicht nur das eine Problem. Aufgrund einiger Entscheidungen in den letzten Jahren haben sich mehrere Themen aufgestaut, welche parallel nur schwer zu lösen sind, da sonst die halbe Innenstadt zum Erliegen kommen würde. Ein Oberbürgermeister allein kann solche Probleme auch nicht lösen, dazu braucht es außerdem einen Stadtrat, eine Verwaltung und eine Bürgerschaft – die alle gemeinsam für ein Vorankommen der Stadt sorgen und sich nicht gegenseitig ausbremsen. Zu den Problemen zählen der Eich- und Inselplatz, Naumburger- und Wiesenstraße, die Sportanlagen, bezahlbarer Wohnraum und ganz oben steht für viele sicherlich der Verkehr allgemein. Staus, fehlende / nicht ausgeschilderte Parkplätze, optimierbare ÖPNV und Radwege, sowie die daraus entstehende Schadstoffbelastung führen tagtäglich zu Verdruss und es müssen Wege gefunden werden diesen zu beseitigen.

  1. Trotz einer gescheiterten Gebietsreform: Wie wollen Sie eine stärkere Kooperation mit dem Umland forcieren?

Ich möchte, dass die Stadt mit dem Umland auf Augenhöhe kooperiert und alle verstehen, dass beide nur zusammen optimal miteinander existieren können. Dazu zählt vor allem eine sehr gute Kommunikation und Anpassung in fast allen Bereichen.

  1. Glauben Sie, dass die Stadtverwaltung mehr für die Sicherheit der Menschen tun muss?

Ja, das glaube ich. Grundsätzlich leben wir in einer sehr sicheren Umgebung, auch wenn manchmal der Eindruck etwas täuscht, doch Sicherheit und Ordnung sind für viele BürgerInnen sehr wichtige Themen in der Stadt. Um diese gewährleisten zu können, bedarf es einer guten Kommunikation und Abstimmung zwischen den einzelnen Akteuren, welche dafür zuständig sind. Dies funktioniert auch nur mit der entsprechenden Personalstärke. Ein weiterer Abbau der Verwaltung ist bei gleichzeitig steigenden Aufwand und Einwohnerzahlen nicht hinnehmbar. Auch muss im Bereich des Gesundheitsschutzes, welcher von vielen schwerer greifbar ist als Gewalttaten, mehr getan werden.